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unbekannt
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 22:19 |
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Liebe draußen: solche zärtlichen "Drohungen" darf man in meinem methusalemischen Alter aussprechen ... (und jippie! Nun kommt er zum Einsatz - dank eines schwerstnetzdurchgeisternden hilfreichen Geistes, der hier in Grün bleiben möchte - äh, ungenannt:) 
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 22:19 |
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Laura
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 22:20 |
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Sigune hat geschrieben: @Laura: Scheint mir zu stimmen.  (Dann liegst Du aber auch noch nicht?!) Nö, darf nicht, bin doch noch in der Probezeit... 
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unbekannt
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 22:21 |
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Laura
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 22:23 |
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Noch vier Sitzungen. Dann sind die 25 Std. Probezeit rum. Und hoffentlich der Analyse-Antrag genehmigt.
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Augustine O.
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 22:27 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
Geschlecht: w
Alter: 37
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Noch mal 'ne andere Frage.. redet ihr mit euren Analytiker(-inne)n eigentlich über das Forum?
Ich habe es heute angedeutet. Kürzlich auch schon mal. Aber nie so direkt, sondern immer irgendwie indirekt. Heute hab ich es derart verschleiert, dass mir im Nachhinein auffiel, dass er jetzt denken muss, meine Forumsaktivitäten würden in einem Musik-Forum stattfinden (hatte ihm von meinen früheren Musik-Forums-Aktivitäten erzählt). Damit hatte ich einen Bezug eingebaut, den er eigentlich nur falsch interpretieren konnte. Also so im Detail wollte ich ihm das nicht sagen, aber dass es Austausch mit anderen über die Analyse gibt weiß er und dass ich eine Art Online-Parallel-Leben habe weiß er. Aber er weiß nicht, wo genau ich mich herumtreibe, das will ich auch nicht. Aber.. sprecht ihr darüber? Irgendwie fand ich's schon wichtig.
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unbekannt
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 22:34 |
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@ Laura: Das wird! @ Augustine: Kind! Schämst Du Dich etwa unserer?!  Ironiefrei nun weiter: Nein, mein Gemini52-Bewohner weiß (noch) nichts von meinen außercouchlichen Lebens[!!!]regungen (naja, doch: Meine beste Freundin lag auch schon mehrfach neben mir auf der Couch, weil ich der auch einiges über die Couch erzähle). Das ist, glaub' ich, Regel Nr. sieben einfünftel gewesen: "Sprich mit niemandem über das, was in diesem Raum hier geschieht!"  und: WOAH!!! Vielleicht lässt sich's vulkanische Sigunchen ja irgendwann noch mal darauf ein ... (mir dämmert zunehmend der "Sinn" dieser Regel, und je mehr er mir dämmert, umso mehr tippsle ich, tja! Das ist wieder so ein blöder Selbstwiderspruch.)
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Augustine O.
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 22:38 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
Geschlecht: w
Alter: 37
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Sigune hat geschrieben: @ Augustine: Kind! Schämst Du Dich etwa unserer?!  Natürlich nicht. Ist nur meine Paranoia.. Zitat: Vielleicht lässt sich's vulkanische Sigunchen ja irgendwann noch mal darauf ein ... (mir dämmert zunehmend der "Sinn" dieser Regel, und je mehr er mir dämmert, umso mehr tippsle ich, tja! Das ist wieder so ein blöder Selbstwiderspruch.) Kannst Du mir den Sinn erklären? Wie schon mal erwähnt, ich hab es ihm extra deshalb erzählt, weil ich wissen wollte, ob das so ist, bei uns. Und er hat gesagt, da gibt es keine Verbote oder Regeln.. ich darf mich austauschen. Analytikerkollegen in Ausbildung tauschen sich doch auch aus. Jede Wette!
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Augustine O.
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 22:45 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
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Alter: 37
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Was mich so beschäftigt ist, ob es vielleicht sinnvoll sein könnte, bestimmte Sachen eben nicht auszubreiten, sondern in der Analyse zu bearbeiten. Und die Verantwortung lässt er damit ja bei mir. Das ist schwierig, find ich aber auch gut irgendwie..
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unbekannt
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 22:53 |
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Augustine O. hat geschrieben: Kannst Du mir den Sinn erklären? Nee, vermutlich nicht. Aber was ich mir so zusammenreime dazu - auch durchaus emotional -, das lautet in etwa wie folgt: Wenn ich anderen von meiner Analyse erzähle (und von deren Analysen etwas erfahre), dann ist das eine Bereicherung insofern, als dann meine (und deren) Analyse(n) ihrerseits irgendwie analysiert wird (werden). Ich bin dann nicht mehr so dicht, so nah an mir und ihm. Andere sind mit dabei. Er seinerseits hat mir das, also das "Sprech-Verbot", mit dem ebenso simplen wie (mir zumindest) einleuchtenden Dampfkochtopf-Bild erklärt: Wenn ich da "Löcher" reinbohre, durch die der Dampf entweichen kann, dann ist's erstens für das zu kochende Gericht nicht gut: es wird nie gar, und zweitens auch nicht für den Koch, der nämlich nix von den Löchern weiß - und das ist in diesem Falle er, der Analytiker, letztlich (nicht ich). Was ich spüre: Ein großes Bedürfnis nach Austausch - mit Euch:  ! Hierhergetrieben (also überhaupt in ein Therapie-Forum, jetzt nicht in dieses) hat mich meine Angst: Was geschieht dort, bei einem "Thera", gar "auf der Couch" mit mir? Und befremdlich ist mir deren Denken, Tun und Sein bis heute! Ich wollte mich vergewissern, ob das "normal" ist, wenn man eine Therapie, gar Analyse macht, das was ich dort erfuhr und erfahre. Mittlerweile brauche ich unseren Austausch auch, um manchmal noch halbwegs gerade laufen zu können (und mich nicht völlig außerirdisch und/oder plemplem zu fühlen), als Kompensation für das hierarchische Gefälle, das sich auftut, sobald man auf dem therapeutischen Sessel sitzt oder auf der Couch liegt (die kippt einen doch immer in einen Abgrund größter Seltsamkeiten und oft auch der Ohnmacht und des Schmerzes). Und außerdem habe ich Euch lieb gewonnen (und bin so froh, dass wir nun hier in diesem Forum manchmal uns lesen)! Augustine O. hat geschrieben: Analytikerkollegen in Ausbildung tauschen sich doch auch aus. Jede Wette! Soso, dann gärt also in Deinem gescheiten, hübschen, jungen Köpfchen doch die Ausbildungskandidatin-Idee ... naja, meinen Segen haste
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zazie
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 22:56 |
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Registriert: So 20. Nov 2011, 13:14 Beiträge: 856
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Augustine O. hat geschrieben: Die Bitte wieder in die Sessel zu wechseln, kam das von ihm und war das direkt im Anschluss an Deine 'Revolte'? Oder war das dann später? Und warum? Oje, lange Geschichte: Es begann mit einem Fehler von ihm, der mich in ein Depressionsloch zu werfen drohte. Um gegenzusteuern beschloss ich die nächste Stunde auf der Couch sitzen zu bleiben und meinen Schmerz zu zeigen. Er sollte in mein von der Verletzung gezeichnetes Gesicht sehen können, er sollte erkennen, was er mit mir gemacht hat. Zu meiner großen Überraschung entgegnete er auf die Frage, ob es ok ist wenn ich sitzen bleibe, ein simples Ja. Wir klärten warum ich es brauche zu sitzen und ihn zu sehen. Eine weitere Stunde saß ich dann noch, aber weil mich meine Todsünde des eigenmächtigen Sitzens und Sehens so sehr plagte, legte ich mich in der dritten Stunde nach dem GAU wieder hin, um wie gewohnt weiterzumachen. Er zeigte sich überrascht angesichts meiner selbstverordneten Liegung. Er sagte mir, er mache sich Sorgen, dass ich wieder in das Loch zurücksteige und dass ich ins Leere rede. Ich solle doch den Kontakt zu ihm nicht wieder abbrechen. Und so diskutierten wir eine Weile. Er sagte einen bestimmten Satz, der mich veranlasste mich wieder hinzusetzen (ein magic moment war das). Und kaum dass ich saß, bot er an den Raum zu wechseln, was dem Sitzen seine endgültige Akzeptanz verlieh. Seitdem läuft die Analyse wieder im Sitzen. LG zazie
_________________ "Vivre, c'est naître lentement. Il serait un peu trop aisé d'emprunter des âmes toutes faites !"
Antoine de Saint-Exupéry
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unbekannt
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 23:04 |
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@ Augustine: Noch vergessen habe ich, dass "meiner" mir für seine Dampfkochtopf-Therorie selbst ein bisschen zu viel Urlaub macht (also 18 Wochen im Jahr, das ist doch nun wirklich nicht normal!), aber vielleicht lasse ich mich dennoch aufs Garen irgendwann mal ein, so in den Tagen dazwischen.
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Augustine O.
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 23:04 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
Geschlecht: w
Alter: 37
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Sigune hat geschrieben: Er seinerseits hat mir das, also das "Sprech-Verbot", mit dem ebenso simplen wie (mir zumindest) einleuchtenden Dampfkochtopf-Bild erklärt: Wenn ich da "Löcher" reinbohre, durch die der Dampf entweichen kann, dann ist's erstens für das zu kochende Gericht nicht gut: es wird nie gar, und zweitens auch nicht für den Koch, der nämlich nix von den Löchern weiß - und das ist in diesem Falle er, der Analytiker, letztlich (nicht ich). Ja, das ist mir theoretisch sehr verständlich. Aber lebenspraktisch nicht. Denn so in der Theorie würde das bedeuten, die Analyse und das Leben wären zwei getrennte Dinge. Und das ist ja völliger Humbug. Da bin ich ja voll auf Linie derjenigen, die sagen: Der Beobachter ist nie getrennt vom Beobachteten. (Konstruktivismus? Quantenphysik? Wurscht..) Zitat: Was ich spüre: Ein großes Bedürfnis nach Austausch - mit Euch:  ! Hierhergetrieben (also überhaupt in ein Therapie-Forum, jetzt nicht in dieses) hat mich meine Angst: Was geschieht dort, bei einem "Thera", gar "auf der Couch" mit mir? Und befremdlich ist mir deren Denken, Tun und Sein bis heute! Ich wollte mich vergewissern, ob das "normal" ist, wenn man eine Therapie, gar Analyse macht, das was ich dort erfuhr und erfahre. Also ich merke das auch und irgendwie ist es auch beides oder kann beides sein. Es kann sein, dass man Teile der Analyse mit sowas abwehrt, aber es kann einen auch weiter bringen, weil es die Angst verringert. Und die Angst ist eine totale Blockade, warum soll ich nicht alle Möglichkeiten nutzen, die Angst runterzuschrauben, denn auch sie hindert mich ja daran, die ganzen verschiedenen Gemüsesorten in meinem Kochtopf überhaupt wahrzunehmen.. Augustine O. hat geschrieben: Soso, dann gärt also in Deinem gescheiten, hübschen, jungen Köpfchen doch die Ausbildungskandidatin-Idee ... naja, meinen Segen haste Äh, nee, bestimmt nicht. Also bisher zumindest. Außerdem könnte ich allenfalls Kinder- und Jugendtherapeutin werden und da würd ich durchdrehen... schickst Deine jungen Klienten frohgemut ins Wochenende und am Montag kommt ein wieder völlig verstörtes Kind in die Therapie.. Das ist doch der Horror. Aber zu dem Abwehr-Thema noch.. ich glaube man kann (sofern man es in einer gedanklichen Konstruktion denn trennen möchte) mit dem Leben die Analyse abwehren. Aber man kann auch mit der Analyse das Leben abwehren... Wo ist der Unterschied?
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zazie
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 23:20 |
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Registriert: So 20. Nov 2011, 13:14 Beiträge: 856
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Augustine O. hat geschrieben: Aber zu dem Abwehr-Thema noch.. ich glaube man kann (sofern man es in einer gedanklichen Konstruktion denn trennen möchte) mit dem Leben die Analyse abwehren. Aber man kann auch mit der Analyse das Leben abwehren... Wo ist der Unterschied?
Versteht sich das nicht von selbst? LG zazie, die beide Abwehrformen gut kennt.
_________________ "Vivre, c'est naître lentement. Il serait un peu trop aisé d'emprunter des âmes toutes faites !"
Antoine de Saint-Exupéry
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Augustine O.
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 23:22 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
Geschlecht: w
Alter: 37
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Da bräuchte ich jetzt dringend Nachhilfe.. ich raffs nich!
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unbekannt
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 23:29 |
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Augustine O. hat geschrieben: Aber man kann auch mit der Analyse das Leben abwehren... Shit, Augustine (ich bin wieder viel zu selbstisch, sorry). Da hast Du ja was gesagt ... Das ist vermutlich mein Sesam-öffne-dich zu meinen vergangenen 12 Monaten. Leben "abwehren" (euphemistisch jetzt) will ich ja eh. Du flottierst ja auch ein wenig freier als manche andere hier im Raum der Alltagswelt (ich sitz in meinem Baum, bin da also weitgehend raus: dead beloved, no job, no family), welchen "Raum" nehmen denn da die 3 Stunden ein, so gemessen an etwas so subjektivem wie Lebenszeit? Ich merke bei mir: Momentan eigentlich viel zu viel. Und frage mich: Stimmt das? Oder ist jetzt einfach: ANALYSE-ZEIT! (Das ist ja auch meine Zeit, meine!) Ist es okay, mich über die 3 Couch-Stunden hinaus damit so intensiv zu beschäftigen, wie ich es tue? (Nun, in einer Hinsicht nicht: Daneben sollte wenigstens eins noch wieder Platz haben! Es drängelt - gut so!) Das ist meine Zeit. Ein grauenvoller, großartiger Satz. Den ich nicht aushalte. (Weshalb ich diese Zeit auch teile, mit-teile: auch hier.)
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zazie
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 23:33 |
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Registriert: So 20. Nov 2011, 13:14 Beiträge: 856
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Naja, man kann so sehr in der Analyse aufgehen, dass sich das Leben hinten anstellen muss = mit der Analyse das Leben abwehren.
Oder man lässt sich erst gar nicht wirklich auf die Analyse ein, man verwendet seine gesamte Energie darauf, die Analyse abzuwerten, zu vergessen, weit weg zu halten, nicht daran zu denken, um dann in die Sitzung zu kommen und sich zu sagen "Ich habe echt besseres zu tun, als hier meine Zeit abzusitzen. In der Vergangenheit rumstochern hilft mir kein bisschen. Was mache ich eigentlich noch hier?" = mit dem Leben die Analyse abwehren. (Da gibt es noch die Fortgeschrittenen-Variante, aber pscht, ich will ja niemanden zu Unfug anstiften)
_________________ "Vivre, c'est naître lentement. Il serait un peu trop aisé d'emprunter des âmes toutes faites !"
Antoine de Saint-Exupéry
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Augustine O.
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 23:40 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
Geschlecht: w
Alter: 37
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Ich weiß gerade nicht, ob ich noch ganz mitkomme. 'Flottieren' ist ein tolles Wort, ich hab es trotz dem Versuch Definitionen zu lesen nie so ganz verstanden.. Ich muss jetzt erstmal verhindern, dass ich mit dem Forum den Schlaf abwehre. Oder will ich mit Schlaf jetzt das Leben und die Erkenntnis abwehren? Danke erstmal euch beiden. Wir machen morgen weiter.. 
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unbekannt
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Verfasst: Mo 19. Dez 2011, 23:47 |
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Flottieren: Ziemlich frei vor sich Hinschweben (nicht nur auf dem Wasser) Schlummer süß ...
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Augustine O.
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Verfasst: Di 20. Dez 2011, 08:41 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
Geschlecht: w
Alter: 37
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Danke nochmal zazie, das war klärend, ich versteh nämlich manchmal gar nichts mehr und verheddere mich in meinen Gedanken.
In einer Partnerschaft gibt es doch auch eine Ebene, in der nur Zweisamkeit ist und die nach außen hin verschlossen bleibt, obwohl man mit der besten Freundin mal über seinen Freund redet. Nun kommt es natürlich darauf an worüber man mit der besten Freundin redet und wie man das tut. Ob man damit etwas 'verrät' oder nicht.
Sigune, ich glaube dass es einfach ein Luxus ist, wenn man sich so viel Zeit für die Analyse nehmen kann und nicht noch getrieben von zehn anderen Verpflichtungen ist. Ich weiß nicht wie es bei Dir ist, aber mein Leben mit der Analyse abzuwehren, das würde mein Analytiker niemals zulassen (unter anderem dadurch, dass er mir den Austausch über die Analyse nicht verbietet) Soweit lässt er es einfach nicht kommen. Und diese Regel mit dem Sprechverbot ist in meinen Augen ziemlicher Unfug, den sich wahrscheinlich mal irgendein narzisstisch gestörter Analytiker ausgedacht hat. Gerade in so einer Situation, in der schon allein durch das Setting soviel Angst entsteht, ein solches Verbot auszusprechen... das sorgt doch irgendwo für totale Schuldgefühle. Und wer braucht die denn bitte? Noch zu denen, die man eh schon hat.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich kein Sprechverbot habe, muss nur für mich schauen, was und wieviel und wo ich teile und wo die Grenze ist, für mich.
Und manchmal habe ich auch den Verdacht, diese Regeln gibt es nur, um irgendwas zu haben, woran man die Patienten herumrebellieren lassen kann.. aber selbst von diesen Anlässen gibt es ja in der Analyse nun mehr als genug.
Aber mich würd da auch noch die Meinung von anderen dazu interessieren, vielleicht übersehe ich ja auch was.
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zazie
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Verfasst: Di 20. Dez 2011, 09:02 |
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Registriert: So 20. Nov 2011, 13:14 Beiträge: 856
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Augustine O. hat geschrieben: Ich bin jedenfalls froh, dass ich kein Sprechverbot habe, muss nur für mich schauen, was und wieviel und wo ich teile und wo die Grenze ist, für mich.
Und manchmal habe ich auch den Verdacht, diese Regeln gibt es nur, um irgendwas zu haben, woran man die Patienten herumrebellieren lassen kann.. aber selbst von diesen Anlässen gibt es ja in der Analyse nun mehr als genug.
Ich habe auch kein Sprechverbot und er weiß um die Intensität meines Forumnutzung. Er bleibt recht gelassen bei dieser Angelegenheit, aber den Verdacht, dass das Forum zeitweise und immer wieder zu einer Abwehr mutiert, muss ich mir schon gefallen lassen, (nach ein paar Diskussionen muss ich zugeben) zu recht. Also passt auf euch auf, bleibt selbstkritisch. Wann wird das Forum Flucht und Müllabladeplatz für Unsicherheiten und Gefühle, die in die Analyse gehören.
_________________ "Vivre, c'est naître lentement. Il serait un peu trop aisé d'emprunter des âmes toutes faites !"
Antoine de Saint-Exupéry
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Augustine O.
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Verfasst: Di 20. Dez 2011, 09:05 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
Geschlecht: w
Alter: 37
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Ja, ich weiche durch das Forum nach wie vor manchmal mir selbst und meinen Gefühlen aus, das stimmt. Es ist so viel einfacher, sich mit sowas abzulenken und sich ein Stück zu betäuben, als dem Raum zu geben, was gerade in mir ist. Das ist wichtig, darauf zu achten, auf jeden Fall.
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Laura
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Verfasst: Di 20. Dez 2011, 09:08 |
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"Meine" weiß schon seit längerem von dem Forum und ich erwähne es auch noch hin und wieder. Begeistert scheint sie darüber nicht zu sein, doch weit entfernt davon, mir den Austausch zu "verbieten". Sie toleriert ja sogar, dass ich noch ab und zu meiner früheren Thera einen Besuch abstatte - solange ich das in der Therapie kommuniziere. Noch mal zum Forum: Ich finde, es ist eine Art Psychohygiene, sich hier über die "Erlebnisse" in der Analyse auszutauschen. Man kann dadurch bestimmte "Merkwürdigkeiten" besser einschätzen - z.B. finde ich es beruhigend zu erfahren, dass der Abbruch des Gesprächs nach genau 50 Minuten normal und keine Bosheit meiner Therapeutin ist. Die Meinung von Außenstehenden kann auch davor bewahren, in der therapeutischen Dyade zu versumpfen, sich mit dem Analytiker zu verstricken, seine Meinung zu verabsolutieren etc. Ist also eine Art Supervision.  Im RL kenne ich übrigens niemanden, der Analyse macht - ist ja auch nicht mehr so in. Von daher finde ich es sehr wertvoll, mich mit euch hier austauschen zu können.
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draußen
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Verfasst: Di 20. Dez 2011, 09:18 |
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Guten Morgen liebe Analyse Analysiererinnen, Augustine O. hat geschrieben: Noch mal 'ne andere Frage.. redet ihr mit euren Analytiker(-inne)n eigentlich über das Forum? die Frage treibt mich seit einiger Zeit heftig um. Danke liebe Augustine, dass Du sie hier vorlegst. Meine Antwort lautet inzwischen glücklicherweise: JA, ich rede mit der Fröschin über das Forum. Wenig von dem, was ich hier mache, sondern vor allem Dass ich hier lese und schreibe, wann ich heir unterwegs bin und warum. Immer wieder werfe ich für mich die Frage auf, was in der Analyse mich gerade ins Forum treibt und was mich davon abhält es in der Analyse zu besprechen. Über diesen Umweg finden Theman den Weg in meine Therapie, die ich hier schon schreibenderweise "vorbearbeitet" habe. Ich hatte manchmal auch das Gefühl entwickelt, durch Forum oder Gespräche mit Freunden die Therapie regelrecht (besser wohl regelwidrig  ) zu unterlaufen, beängstigende Sache. So hab ich mich also zu größtmöglicher Offenheit entschlossen. gx draußen
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zazie
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Verfasst: Di 20. Dez 2011, 09:27 |
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Registriert: So 20. Nov 2011, 13:14 Beiträge: 856
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Laura hat geschrieben: z.B. finde ich es beruhigend zu erfahren, dass der Abbruch des Gesprächs nach genau 50 Minuten normal und keine Bosheit meiner Therapeutin ist. Ja, ich kenne das von mir genauso, dass ich mir Beruhigung durch Außenmeinungen geholt habe. So und was würde mein Thera dazu sagen? -> "Sie haben sich durch das Ansprechen des Stundenabbruchs im Forum die Möglichkeit genommen, zu fühlen, wie das für Sie ist. Die Kränkung und Verletzung ist so wieder verschwunden." Und da muss ich ihm leider Gottes Recht geben: es wäre besser gewesen, das in der Analyse zuerst anzusprechen bevor man andere Erfahrungswerte einholt. Analyse first. Nicht dass ich in diesem Fach eine Vorzeigeschülerin wäre, im Gegenteil, aber das sollte trotzdem mal gesagt werden.
_________________ "Vivre, c'est naître lentement. Il serait un peu trop aisé d'emprunter des âmes toutes faites !"
Antoine de Saint-Exupéry
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Augustine O.
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Verfasst: Di 20. Dez 2011, 09:35 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
Geschlecht: w
Alter: 37
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zazie hat geschrieben: So und was würde mein Thera dazu sagen? -> "Sie haben sich durch das Ansprechen des Stundenabbruchs im Forum die Möglichkeit genommen, zu fühlen, wie das für Sie ist. Die Kränkung und Verletzung ist so wieder verschwunden." War auch mein Gedanke dazu. Vielleicht wäre es das beste, hier nur nachzuarbeiten, nur zu berichten über das schon Bearbeitete. Aber gelingt mir auch nicht, manchmal wird die Analyse auch befruchtet, vom Austausch hier. Weil man als Frühgestörte für so vieles überhaupt keine ausgebildeten Sensoren hat, alles so diffus ist. Mann ist das schwierig!
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