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Augustine O.
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Verfasst: Do 8. Dez 2011, 18:21 |
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Laura hat geschrieben: Ach, schade ... Sag mal, hast du tatsächlich über das gesprochen, was du da gerade beschrieben hast? Fände ich ganz schön mutig. Und hast du noch ein bisschen Hoffnung, dass "es" irgendwann doch noch passiert? Ja und Ja, natürlich! Auch wenn ich es gleichzeitig nicht glaube und auch gar nicht will. Aber gleichzeitig will ich's und weiß doch: Er will es doch auch!!  Schrecklich. Aber knistern tut da nichts in der Stunde, da hält mich der kleine Erophobiker schön auf Abstand..
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Verfasst: Do 8. Dez 2011, 18:21 |
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Augustine O.
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Verfasst: Do 8. Dez 2011, 18:23 |
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Aber vielleicht bin ich auch nur phobisch. Wir reden da jedenfalls mehr so drüber wie sich andere Leute über Kuchenrezepte unterhalten..
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Augustine O.
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Verfasst: Do 8. Dez 2011, 18:28 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
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Mir fällt aber gerade ein, dass ihm wie mir scheint versehentlich eine eigene Phantasie rausgerutscht ist, in dem er ein Beispiel brachte dafür, wie es zwar sein könnte, aber nicht sinnvoll wäre. (keine Details....) 
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Laura
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Verfasst: Do 8. Dez 2011, 18:34 |
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Kleiner Erophobiker ... Vielleicht hat er ja noch den ein oder anderen Grund für seine gewisse Zurückhaltung. Vielleicht hat er schon mal was von therapeutischer Abstinenz gehört? Dass ihr darüber wie über Kuchenrezepte redet, kommt vielleicht von der langen Gewohnheit ... Kann mir nicht vorstellen, dass du von Anfang an so locker-flockig darüber gesprochen hast.
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Augustine O.
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Verfasst: Do 8. Dez 2011, 18:36 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
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Laura hat geschrieben: Kleiner Erophobiker ... Vielleicht hat er ja noch den ein oder anderen Grund für seine gewisse Zurückhaltung. Vielleicht hat er schon mal was von therapeutischer Abstinenz gehört? Dass ihr darüber wie über Kuchenrezepte redet, kommt vielleicht von der langen Gewohnheit ... Kann mir nicht vorstellen, dass du von Anfang an so locker-flockig darüber gesprochen hast. Da stand gerade einiges im Ironiemodus. Hab gedacht, man erkennt das auch ohne gesonderte Kennzeichnung..  Und auch Sachlichkeit kann eine Abwehr sein, soviel zu locker-flockig..
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Laura
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Verfasst: Do 8. Dez 2011, 18:47 |
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Augustine O. hat geschrieben: Da stand gerade einiges im Ironiemodus. Hab gedacht, man erkennt das auch ohne gesonderte Kennzeichnung.. Nö, sorry, hab das jetzt voll ernstgenommen. Bin ja noch nicht so lange dabei und weiß nicht, wer hier welche "special effects" hat. 
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Augustine O.
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Verfasst: Do 8. Dez 2011, 18:57 |
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Laura hat geschrieben: Nö, sorry, hab das jetzt voll ernstgenommen. Bin ja noch nicht so lange dabei und weiß nicht, wer hier welche "special effects" hat.  Also ich bin manchmal ironisch, hin und wieder arrogant und meistens verdammt cool. Nur damit Du Bescheid weißt.. 
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Laura
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Verfasst: Do 8. Dez 2011, 19:08 |
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Ha, diesmal falle ich nicht drauf rein! 
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Augustine O.
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Verfasst: Do 8. Dez 2011, 19:20 |
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Libelle
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Verfasst: Mo 12. Dez 2011, 19:37 |
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Wie seid ihr mit der Regression zurechtgekommen,
Wie war das für/bei Euch?
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Laura
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Verfasst: Di 13. Dez 2011, 09:15 |
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So richtig regressiv habe ich mich bei der jetzigen Thera noch nicht gefühlt. Ich denke, das wird noch kommen, wenn ich drei Termine in der Woche habe und auf die Couch wechsle... Stelle mir vor, dass die Häufigkeit der Termine und das Liegen die regressiven Prozesse fördern. Aus Angst davor habe ich mich auch zunächst gegen drei Termine in der Woche gewehrt. Wie ist es bei dir, Libelle?
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neko
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Verfasst: Di 13. Dez 2011, 17:33 |
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Registriert: Mo 7. Nov 2011, 09:33 Beiträge: 1135
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Alter: 48
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ja libelle, wie ist es bei dir. ich bin grad mittendrin. ich kann mich nicht mehr auf die couch legen ohne von uralt schmerz überfallen zu werden, in mir läuft ein negativer übertragungsfilm nach dem anderen......
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Augustine O.
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Verfasst: Di 13. Dez 2011, 22:43 |
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maischa2 hat geschrieben: Wieso ist denn das so? Ich meine, mal legt sich und redet und auf einmal wird man innerlich ganz klein? ...oder liegt das eher an den Themen, über die man redet? Du legst Dich hinein, in eine völlig ausgelieferte und hilflose Position und ab und zu spricht aus dem unsichtbaren Oberhintergrund, dem über allem herrschenden Nichts, dem dir übergeordneten Off: der liebe Gott himself. Aber nur ab und zu. Oft sagt er auch einfach: Nichts. Mit Vorliebe dann, wenn Du es nötig hättest. Und dann verhungerst und verdurstest du am ausgestreckten Arm. Wenn du Pech hast, hast Du einen ganz strengen Analytiker in immerwährender analytischer Pose, der, egal was es ist, alles immer nur von oben oder von außen oder von ganz woanders: betrachtet. Und das Ganze dient dazu, dass Du Dich als alles fühlst, bloß nicht als Mensch. Wenn Du noch mehr Pech hast, hast Du einen Analytiker, der ab und zu mal mit Dir Zwiegespräche simuliert, damit du denkst, da wäre einer. Kaum kommst du auf die Idee, da könnte ein anderer im Raume sein, ein anderer Mensch, berührbar und vorhanden..: schweigt er oder (meist nach einer gebührlichen Pause) distanziert sich unter Zuhilfenahme einer Deutung und stiehlt sich aus der Situation. Abgesehen davon, dass es im Analytikeralltag noch tausend andere kleine Dinge gibt, mit denen er Macht über Dich ausübt (Termine absagen, Antragsinhalte verheimlichen, emotionslos kucken..) führt allein schon diese bekloppte Liegerei auf der Couch dazu, dass Du Dich fühlst wie ein kleines Baby, ganz alleine in der dunklen Nacht, weggeschoben und abgestellt in einem Raum in dem Du plärren kannst so viel Du willst. Denn der einzige Grund warum Du da liegst ist: Damit Dich endlich mal keiner mehr hört. Das Maischa, ist Regression. Wünscht ihr euren Analytikern und -innen eigentlich schöne Weihnachten? Ich kriegs dieses Jahr nicht über mich.. ich sag nur 'Auf Wiedersehen'.. Das Schlimmste ist nicht mal, ihm gegenüber diesen Wunsch zu formulieren (naja, auch..), aber noch schlimmer ist, dass er mir dann irgendein 'Ihnen auch' wünscht und das ist so zynisch, dass ich ihm direkt in seinem Flur meine kleine Faust in seinen Unterkiefer schlagen möchte.. Ich kanns nicht. Ich werds nicht. Der Teufel soll ihn holen.. 
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Laura
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Verfasst: Di 13. Dez 2011, 23:34 |
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Augustine, deine Beschreibung macht so richtig Lust auf Analyse! Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob ich meiner Thera/Analytikerin schöne Weihnachten wünschen soll. Es käme mir irgendwie unnatürlich vor, das nicht zu tun - man wünscht das doch praktisch jedem, den man kurz vor Weihnachten trifft. Aber auf so ein rausgepresstes "Danke, gleichfalls" (weil sie ja schlecht gar nichts entgegnen kann, es aber vielleicht gegen ihre Regeln verstößt  ) hab ich auch keine Lust. Ich wäre deshalb dankbar über Rückmeldungen erfahrener Analysandinnen auf die Frage: Darf man seinem Analytiker/seiner Analytikerin frohe Weihnachten wünschen?
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Augustine O.
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Verfasst: Di 13. Dez 2011, 23:48 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
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Alter: 37
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Natürlich! Im ersten Jahr hat er mich gar so glückselig angestrahlt, als wären ihm drei lichtgoldene Engel mit jeweils drei frei zur Verfügung stehenden Wünschen erschienen. Das allerdings nur, weil er vermutlich dankbar und glücklich darüber war, dass ich ihn nicht in der letzten Sekunde noch versucht habe mit irgendwelchen bekloppten Weihnachtsgeschenken, selbstgebackenem Plätzchenscheiß oder irgendwelchem anderen zu Verlegenheiten führenden Mist zu belästigen..
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unbekannt
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Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 01:03 |
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Klopf, klopf und herein- Augustine  UND:  (ohman, ich fürchtete nach dem autistischen Stimmungsbild ja schon einiges ...) Augustine O. hat geschrieben: Du legst Dich hinein, in eine völlig ausgelieferte und hilflose Position und ab und zu spricht aus dem unsichtbaren Oberhintergrund, dem über allem herrschenden Nichts, dem dir übergeordneten Off: der liebe Gott himself. Ich habe meinem Gemini52-Bewohner heute, wie ich da so lag und an die Decke starrte (mal nicht auf seinen bablischen Turm und mal nicht auf die Bosch'sche Hölle an der Wand) und jenen Lichtkreis (!!!) von seiner Blumenlampe dort, an der Decke, sah, gesagt: "Ich switche immer zwischen Heiligenschein und Ufo-Vorstellung hin und her, wenn ich da an Ihre Decke auf den Lichtkreis guck. Und beides passt zu Ihnen, aus meiner Sicht." - Das hat er wie üblich erstmal wieder nicht verstanden und mir kichernd was von Erich von Dänickens (ich google dessen Schreibung jetzt nicht!) Identifikation der Außerirdischen mit Göttern/Gott, und dass das mythenhistorisch ja durchaus auch Sinn ergeben könne, aus dem göttlichen Off von hinter der Couch vorgesäuselt. Ich habe da vornehm zu geschwiegen (und wäre vor innerlichem Lachen fast von der Couch gefallen): Hat er sich doch mal wieder so richtig wohlig gefühlt, da so mit einem Heiligenscheinträger verglichen - und kommt gleich auf den lieben Gott, wo ich nur einen Heiligenschein (-SCHEIN) sah ... Man lässt, wenn man da so fröhlich regrediert ist, seinem Analytikerchen ja auch gern seine Apotheosen-Sekunden! (Immer eingedenk dessen, dass die alle selbst ja schon so bekloppt rumlagen auf anderer Leute Couch im Arbeitszimmer ...) Zuvor, als es um einen Einbruch ging, den ich und der Liebste vor knapp drei Jahren mal erlebt haben - denn: Wie da jetzt letzten Mittwoch vier Mann hoch plötzlich die (von ihm ja herbeigerufene) Staatsgewalt (+ 2 Sanis) in meiner Bude stand, derweil ich mich vom Nachtlager hochrappelte, das war ähnlich gruselig wie jener Einbruch damals -, also: als es um diesen Einbruch von damals ging, fragte ich anlässlich seiner sehr detaillierten Ausführungen zu Altbautürsicherungsmaßnahmen, ob bei ihm auch schon mal eingebrochen worden sei: Antwort: "Nein, ich weiß ja, wie man eine Altbautür sichert!" (Klar, der Liebste und ich ja nicht, bei uns hat ja einer eingebrochen ...) Auch da schwieg Sigune wieder vornehm (man weist andere ja nicht darauf hin, dass sie ein bissl alpern hochnäsig daherspazieren so gesprächlich ...). Solange, bis ihm offenbar ein Lichtlein aufging, denn dann meinte er - weit sanfter und nicht mehr aus allzu arger Überlegenheitshöhe heraus: Doch, einmal habe es jemand bei ihnen versucht mit dem Einbrechen, sei aber ohne Erfolg ("wir haben den dann gehört") wieder abgezogen. Ich hätte ihm ein Bonbon reichen mögen ..., so brav, wie er da von seinem großen, hohen Hottehüh wieder runtergeklettert ist  (Bin ich jetzt wirklich vollkommen gagga, oder glaube ich zurecht, dass man sich seinen Analytiker auch ein kleines bissl erziehen kann?!) Das ändert aber alles nix daran, dass man manchmal aufgeschmissen ist, genau wie Augustine es beschrieb: Augustine O. hat geschrieben: Oft sagt er auch einfach: Nichts. Mit Vorliebe dann, wenn Du es nötig hättest. Und dann verhungerst und verdurstest du am ausgestreckten Arm. Wenn du Pech hast, hast Du einen ganz strengen Analytiker in immerwährender analytischer Pose, der, egal was es ist, alles immer nur von oben oder von außen oder von ganz woanders: betrachtet. Und das Ganze dient dazu, dass Du Dich als alles fühlst, bloß nicht als Mensch. Mittlerweile frage ich mich, ob wir, wenn es uns so ergeht, nicht eine akute Gegenübertragung haben!!! Augustine O. hat geschrieben: Wenn Du noch mehr Pech hast, hast Du einen Analytiker, der ab und zu mal mit Dir Zwiegespräche simuliert, damit du denkst, da wäre einer. Kaum kommst du auf die Idee, da könnte ein anderer im Raume sein, ein anderer Mensch, berührbar und vorhanden..: schweigt er oder (meist nach einer gebührlichen Pause) distanziert sich unter Zuhilfenahme einer Deutung und stiehlt sich aus der Situation. Spätestens an dem Punkt hier begann ich mir Sorgen um Dich so kurz vor der Weihnachtspause zu machen, liebeste Augustine ...  (Das klingt nicht nach guten Liegungen!) Augustine O. hat geschrieben: führt allein schon diese bekloppte Liegerei auf der Couch dazu, dass Du Dich fühlst wie ein kleines Baby, ganz alleine in der dunklen Nacht, weggeschoben und abgestellt in einem Raum in dem Du plärren kannst so viel Du willst. Denn der einzige Grund warum Du da liegst ist: Damit Dich endlich mal keiner mehr hört. Das Maischa, ist Regression. Hier machte und mache ich mir SORGEN um Dich, liebe Augustine! (PN war ja nix, irgendwie ...  ) Ja, dieses Liegen in jemandes Arbeitszimmer, der hinter einem sitzt, ist irre. Vollkommen. Man fühlt sich - herrje, das muss man erleben! Das lässt sich kaum erzählen. Aber warum, Augustine, ist Deiner jetzt wieder so ganz "fern", um nicht zu sagen: "weg"?! Wieviel Liegungen vor der Pause habt Ihr noch?! Sag ihm, dass Du ihn nicht merkst. Frag ihn, wo er ist. "Wurmloch"?! Augustine O. hat geschrieben: Wünscht ihr euren Analytikern und -innen eigentlich schöne Weihnachten? Nope, ganz einfach, weil nirgends ein Tannenzweiglein oder Weihnachtskerzchen darauf hindeutet, dass die (er und seine ebenfalls analysierende Frau) Weihnachten "feiern" (mir sehr recht!). Ich werde wünschen: Guten Urlaub, schöne Zeit! Augustine O. hat geschrieben: aber noch schlimmer ist, dass er mir dann irgendein 'Ihnen auch' wünscht und das ist so zynisch, dass ich ihm direkt in seinem Flur meine kleine Faust in seinen Unterkiefer schlagen möchte.. Wollen wir zusammen einen Boxkurs besuchen?! Ich schlage auch (im Geiste), jedesmal, wenn freitags dieses völlig themaverfehlende "ein schönes Wochenende!" von dem kommt. Augustine O. hat geschrieben: Der Teufel soll ihn holen.. Hat er doch schon: PA ist Teufelswerk (wer hat das bloß gesagt?!  ) Ich drück Dich mal ganz dolle: Sigune, augustinensorgenvoll
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Rilke
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Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 01:37 |
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Registriert: Fr 4. Nov 2011, 18:46 Beiträge: 251
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Zitat: Wie da jetzt letzten Mittwoch vier Mann hoch plötzlich die (von ihm ja herbeigerufene) Staatsgewalt (+ 2 Sanis) in meiner Bude stand  mir scheint, ich verpasse da gerade einiges bei dir Normalerweise lese ich hier ja nicht mit, wird mir doch von meinem Heiligenscheinträger noch immer eine ordentliche Analyse vorenthalten. Kann es sein, dass bei mir immer zu viel Akutes zu besprechen ist, um wirklich in die Analyse einzusteigen? Nebenbei bemerkt, heute hat er sich seinen Heiligenschein ja redlich verdient durch seine umwerfend süße, zugewandte Art. Ich frage mich, ob wir überhaupt noch eine Analyse zusammen hinkriegen, denn dafür müsste er ja erstmal überhaupt auf seinen Analytiker-Thron klettern, der da hinter der Couch in der Ecke steht. Und ich kenne ihn ja nunmal schon ganz anders, als einfühlsamen Therapeuten eben. Hach ich nehme ihn gleich mit ins Bett, den Gedanken an sein umwerfendes Lächeln heute Oops, der Gähner heißt Yvette?! Menno, will auch einen eigenen Smilie. Den hier vielleicht: 
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Augustine O.
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Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 09:18 |
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Registriert: Fr 18. Nov 2011, 20:34 Beiträge: 1996
Geschlecht: w
Alter: 37
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Liebe Sigune, Sigune hat geschrieben: Hat er sich doch mal wieder so richtig wohlig gefühlt, da so mit einem Heiligenscheinträger verglichen - und kommt gleich auf den lieben Gott, wo ich nur einen Heiligenschein (-SCHEIN) sah ... Der Narzissmus der Analytiker, jaja, hehe.. Zitat: Augustine O. hat geschrieben: Oft sagt er auch einfach: Nichts. Mit Vorliebe dann, wenn Du es nötig hättest. Und dann verhungerst und verdurstest du am ausgestreckten Arm. Wenn du Pech hast, hast Du einen ganz strengen Analytiker in immerwährender analytischer Pose, der, egal was es ist, alles immer nur von oben oder von außen oder von ganz woanders: betrachtet. Und das Ganze dient dazu, dass Du Dich als alles fühlst, bloß nicht als Mensch. Mittlerweile frage ich mich, ob wir, wenn es uns so ergeht, nicht eine akute Gegenübertragung haben!!! Das müsstest Du mir mal näher erklären, wie Du das meinst. Das versteh ich nicht genau.. Dass sie auf uns etwas übertragen und wir darauf nur reagieren oder wie..?? Ich hab ja heimlich die Vermutung, dass die Trennung von Übertragung und Gegenübertragung eigentlich psychoanalysetheoretischer Mumpitz ist. Also ich glaube einfach nicht, dass man das wirklich trennen kann. Ich glaube eher an (das haben ein paar PA-Revoluzzer auch sicher schon so beschrieben.. irgendwo) so eine Art gemeinsamen Beziehungsraum, in dem alles was abläuft eben so abläuft oder, im besten Falle, neu entsteht. Aber dass da einer etwas mitbringt und der andere darauf reagiert, ist eine für die Analytiker sehr einfache Theorie, mit der sie sich eben auch immer zur ihnen passenden Gelegenheit aus der Verantwortung ziehen können. Zitat: Aber warum, Augustine, ist Deiner jetzt wieder so ganz "fern", um nicht zu sagen: "weg"?! Wieviel Liegungen vor der Pause habt Ihr noch?! Sag ihm, dass Du ihn nicht merkst. Frag ihn, wo er ist. "Wurmloch"?! Das Problem ist, dass ich quasi 'weg' bin, nichts mehr spüren kann, nur noch schwarze tote Antimaterie bin... ICH fühle nichts.. Ich fühle auch ihn nicht. Aber es ist im Grunde nichts Neues, es fällt nur jetzt mal wieder besonders auf. (Wir haben noch 4) Ich glaube, mein Analytiker macht sich auch Sorgen um mich. Er fängt schon an, mir Ratschläge zu geben. Wie ein Sozialarbeiter..  Wie tief habe ich ihn sinken lassen... Außerdem will ich das natürlich auch nicht! (Mir kann man es nicht recht machen - unmöglich! Da kenn ich alle Tricks..) Liebe Grüße und Danke für Deine Worte und dafür, dass es Dich gibt, Du bist soo lieb.. Augustine
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Laura
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Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 11:15 |
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Sigune hat geschrieben: Augustine O. hat geschrieben: Wünscht ihr euren Analytikern und -innen eigentlich schöne Weihnachten? Nope, ganz einfach, weil nirgends ein Tannenzweiglein oder Weihnachtskerzchen darauf hindeutet, dass die (er und seine ebenfalls analysierende Frau) Weihnachten "feiern" (mir sehr recht!). Ich werde wünschen: Guten Urlaub, schöne Zeit! Meine hat sogar einen Adventskranz im Behandlungsraum. Dann sollte ich ihr schon frohe Weihnachten wünschen ... Dieser Kranz steht auf einem kleinen Tischchen zwischen der Couch und ihrem Liege-Sessel. Hab mich schon gefragt, wann sie die Kerzen eigentlich anzündet. Wenn da jemand auf der Couch liegt, damit es wärmer wird zwischen ihr und der Analysandin?? Sigune hat geschrieben: Spätestens an dem Punkt hier begann ich mir Sorgen um Dich so kurz vor der Weihnachtspause zu machen, liebeste Augustine ... Das können wir auch über dich sagen, liebe Sigune. Sigune hat geschrieben: Wie da jetzt letzten Mittwoch vier Mann hoch plötzlich die (von ihm ja herbeigerufene) Staatsgewalt (+ 2 Sanis) in meiner Bude stand, derweil ich mich vom Nachtlager hochrappelte Ich hoffe, dein Analytiker sorgt auch dafür, dass du die Weihnachtspause gut hinbekommst!
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zazie
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Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 12:32 |
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Registriert: So 20. Nov 2011, 13:14 Beiträge: 856
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Laura hat geschrieben: Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob ich meiner Thera/Analytikerin schöne Weihnachten wünschen soll. Es käme mir irgendwie unnatürlich vor, das nicht zu tun - man wünscht das doch praktisch jedem, den man kurz vor Weihnachten trifft. Aber auf so ein rausgepresstes "Danke, gleichfalls" (weil sie ja schlecht gar nichts entgegnen kann, es aber vielleicht gegen ihre Regeln verstößt  ) hab ich auch keine Lust. Ich wäre deshalb dankbar über Rückmeldungen erfahrener Analysandinnen auf die Frage: Darf man seinem Analytiker/seiner Analytikerin frohe Weihnachten wünschen? Ich habs getan, also Schöne Weihnachten gewünscht. Obwohl er eigentlich damit hätte rechnen müssen, wirkte er angesichts der Weihnachtsgrüße etwas verlegen. Wir standen uns gegenüber, ich hielt seine Hand und er stammelte "Schöne Weihnachten" zurück. Er wirkte leicht überfordert, brachte aber noch einen "Guten Rutsch" raus. Ich bin durchs Fremdschämen wahrscheinlich knallrot angelaufen. Also, ja, meiner macht sowas, aber meistens nicht auf eigene Initiative.
_________________ "Vivre, c'est naître lentement. Il serait un peu trop aisé d'emprunter des âmes toutes faites !"
Antoine de Saint-Exupéry
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Anastasius
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Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 13:24 |
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Registriert: Mo 7. Nov 2011, 11:36 Beiträge: 3872
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maischa2 hat geschrieben: Warum sollte man nicht seinem Analytiker schöne Weihnachten wünschen Dem würde ich mich anschließen. Ich würde es auch umdrehen. Warum sollte man ihn davon ausnehmen und ihm keine Schöne Weihnacht wünschen? Selbst wenn ich Gott begegnete, wo Grenzüberschreitungen ja besonders unangebracht sind, würde ich ihm ein frohes Fest wünschen. Ich bin mir sicher, er würde es dankbar und mit einem kleinem Schmunzeln entgegennehmen. Gruß Anastasius
_________________ "Wer seine Gedanken und Hoffnungen auf etwas richten kann, das jenseits des Ichs liegt, wird einen gewissen Frieden inmitten der unvermeidlichen Lebenssorgen erringen. Das ist den reinen Egoisten unmöglich." (Bertrand Russell)
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Laura
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Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 13:48 |
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maischa2 hat geschrieben: Warum sollte man nicht seinem Analytiker schöne Weihnachten wünschen und was ist daran zum Schämen?[/size] Wegen der berühmten psychoanalytischen Abstinenz. Nach ganz orthodoxer Lehre gehört da, soweit ich weiß, nämlich auch das direkte Äußern guter Wünsche an den Patienten dazu. Zum Schämen sind daran Reaktionen wie zazie hat geschrieben: er stammelte "Schöne Weihnachten" zurück. Er wirkte leicht überfordert, brachte aber noch einen "Guten Rutsch" raus Da geraten die Guten nämlich in einen Konflikt zwischen der reinen psychoanalytischen Lehre und den Geboten des normalen, höflichen zwischenmenschlichen Umgangs. Gott würde wenigstens nicht überfordert wirken, wenn man ihm Schöne Weihnachten wünschen würde.
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zazie
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Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 14:04 |
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Registriert: So 20. Nov 2011, 13:14 Beiträge: 856
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maischa2 hat geschrieben: Also zu dem anderen schreibe ich heute abend oder am Freitag noch mal was (Analyse-Fragen an sich), aber hier zu mal eben aktuell: Warum sollte man nicht seinem Analytiker schöne Weihnachten wünschen und was ist daran zum Schämen?  ...und warum sollte ein Analytiker mit so etwas überfordert sein?  Auch wenn diese Aussage jetzt anecken mag: aber im Rahmen des analytischen Kontakts scheinen ganz alltägliche Weihnachtsgrüße fast schon profan. Es fällt ein bisschen aus dem Rahmen kann man sagen. Dass mein Analytiker in dieser Situation verlegen war und ich mich wegen seiner Verlegenheit fremdgeschämt habe, ist nun wieder eine andere Geschichte. Könnte auch etwas damit zu tun gehabt haben, dass wir uns normalerweise nicht stehend, händeschüttelnd unterhalten, eine sehr ungewohnte Gesprächssituation ist das, auch für den Analytiker Zitat: ...und:wozu sind denn Analytiker da, wenn von denen nichts kommt? Vielleicht kann man sich einen Analytiker vorstellen wie einen Scharfschützen. Der ballert nicht wild durch die Gegend, um irgendein Ziel zu erwischen. Er beobachtet sehr lange, analysiert für sich die Situation, visiert an und schießt. Und wenn er dann mal schießt, dann sitzt der Schuss auch. Hört sich brutal an, ist es auch manchmal. Was ich damit sagen will: nur weil die Analytiker oft im Hintergrund bleiben und schweigen, heißt das nicht, dass sie nichts beitragen. Im Gegenteil: das Schweigen ist Instrument, ist Mittel, Arbeitsmittel, Heilmittel.
_________________ "Vivre, c'est naître lentement. Il serait un peu trop aisé d'emprunter des âmes toutes faites !"
Antoine de Saint-Exupéry
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unbekannt
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Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 18:01 |
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Liebe, liebeste Augustine, erstmal: Schön von Dir zu lesen! (Durch die Rohrkrepierer-PN war ich doch irgendwie beunruhigt.) Augustine O. hat geschrieben: Zitat: Mittlerweile frage ich mich, ob wir, wenn es uns so ergeht, nicht eine akute Gegenübertragung haben!!! Das müsstest Du mir mal näher erklären, wie Du das meinst. Das versteh ich nicht genau.. Dass sie auf uns etwas übertragen und wir darauf nur reagieren oder wie..?? Genau so meinte ich das: Wenn wir uns nicht mehr wie Menschen vorkommen (so Deine Beschreibung eines Couch-Zustandes), dann könnte es doch sein, dass wir einfach nur das fühlen, was unsere Analytiker von sich fühlen?! (Was letztlich aber vielleicht doch auch wieder nur eine Art Re-flexion, Wider-Spiegelung ist, denn wir geben denen bestimmt oft das Gefühl, dass sie eigentlich nicht so ganz dazu gehören zu den normalen, nicht immer um achteinhalb Ecken denkenden Menschen ...) Deine eigene Theorie finde ich aber viel interessanter und plausibler: Augustine O. hat geschrieben: Ich hab ja heimlich die Vermutung, dass die Trennung von Übertragung und Gegenübertragung eigentlich psychoanalysetheoretischer Mumpitz ist. Also ich glaube einfach nicht, dass man das wirklich trennen kann. Ich glaube eher an (das haben ein paar PA-Revoluzzer auch sicher schon so beschrieben.. irgendwo) so eine Art gemeinsamen Beziehungsraum, in dem alles was abläuft eben so abläuft oder, im besten Falle, neu entsteht. Aber dass da einer etwas mitbringt und der andere darauf reagiert, ist eine für die Analytiker sehr einfache Theorie, mit der sie sich eben auch immer zur ihnen passenden Gelegenheit aus der Verantwortung ziehen können. Hast Du mit Deinem schon darüber diskutiert? (Hat Deiner Dir schon mal gesagt, dass Du jetzt irgendwas/-wen auf ihn "überträgst"? Oder hast Du ihn danach gefragt, ob Du das gerade tust? Ich hätte da schon Schwierigkeiten, das grammatikalisch korrekt zu formulieren: >Ich übertrage jemanden<??? Wie wird "übertragen" flektiert?! Und ist das transitiv oder intransitiv?! - Mit andern Worten: Das ist doch allein sprachlich/sprachlogisch schon irgendwie ein Schmarrn. Und sowas deutet immer ganz stark darauf hin, dass auch das Konzept als solches nicht so ganz wasserdicht ist ...) Augustine O. hat geschrieben: Zitat: Aber warum, Augustine, ist Deiner jetzt wieder so ganz "fern", um nicht zu sagen: "weg"?! Wieviel Liegungen vor der Pause habt Ihr noch?! Sag ihm, dass Du ihn nicht merkst. Frag ihn, wo er ist. "Wurmloch"?! Das Problem ist, dass ich quasi 'weg' bin, nichts mehr spüren kann, nur noch schwarze tote Antimaterie bin... ICH fühle nichts.. Ich fühle auch ihn nicht. Aber es ist im Grunde nichts Neues, es fällt nur jetzt mal wieder besonders auf. (Wir haben noch 4) Ich glaube, mein Analytiker macht sich auch Sorgen um mich. Er fängt schon an, mir Ratschläge zu geben. Wie ein Sozialarbeiter.. Angst vor der Pause - und dem, was darin sein wird? Hm, auch auf die Gefahr hin, dass manche jetzt anfangen zu gähnen: Ich komme doch mal wieder mit meinem heißgeliebten Übergangsobjekt ... Wenn Dein Analytiker jetzt schon auf Sozialarbeiter- oder VT-Techniken verfällt (Ratschläge geben, kenn' ich auch, dann ist echt Alarm angesagt), dann könnte eine solche Frage nach der Leihgabe eines ÜO vielleicht doch einmal positiv von ihm beantwortet werden? Und jetzt mal ne ganz schiefe Frage: Täte es auch ein ÜO "aus dem Forum"? Ich drück Dich, Deine Sigune
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unbekannt
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Verfasst: Mi 14. Dez 2011, 18:08 |
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Laura hat geschrieben: Hab mich schon gefragt, wann sie die Kerzen eigentlich anzündet. Wenn da jemand auf der Couch liegt, damit es wärmer wird zwischen ihr und der Analysandin?? Laura hat geschrieben: Sigune hat geschrieben: Spätestens an dem Punkt hier begann ich mir Sorgen um Dich so kurz vor der Weihnachtspause zu machen, liebeste Augustine ... Das können wir auch über dich sagen, liebe Sigune. Ich hoffe, dein Analytiker sorgt auch dafür, dass du die Weihnachtspause gut hinbekommst! Liebe Laura, einstweilen kann ich Entwarnung geben! Aber danke für Deine Sorge und Wünsche! Ich habe feste vor, die drei Wochen sicher und warm auf meinem Baum zu verbringen und nicht wieder im Dreieck zu (Ich liiiieeebe diesen Smiley ... Verehrter Ganter, ließe sich da vielleicht noch einer unter den Tannenbaum legen: DIESER??? Einen Taufvorschlag hätte ich auch schon  ) Einen herzlichen Gruß, Sigune
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